Willkommen im Club der alleinerziehenden Papas

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Freundschaftbuch auf Reisen

Ein kleines Büchlein reist um die Welt

Freundschaftbuch auf Reisen

7 Gründe warum Autoreisen mit Kindern die Hölle sind

Roadtrip with Kids

7 Gründe warum Autoreisen mit Kindern die Hölle sind

Hello, my name is Joerg.
Single father of a 7 year old disabled child. I am a blogger living in Leonberg/Germany.
This is my blog, where I post about single-parentship, photos, traveling, photography and stories about the (single-) parenting world.

I started with Papa b(l)oggt to provide you with fresh new ideas, inspirations, and opinions about parentship, lifestyle, exploring your neighbourhood and photography.
You can contact me at: joerg@alleinerziehenderpapa.de
Sometimes great ideas come out of the simplest things.

street tv

Oft schaue ich auf meinen Blog, lese Kommentare und diverse Postings auf social Media Plattformen und oft wundere ich mich ein wenig. Ich kann mich selbst nicht heraus nehmen aber bin ich der einzige dem auffällt dass diese mentale Erkrankung uns belagert, Besitz von uns ergreift und wir dem nichts entgegen zu setzen zu haben? Die „Perfektions“-Pandemie muss aufhören. Das geht ebenfalls auch an Jene, welche durch meinen Perfektionismus getroffen wurden. Es ist ein Übel und ich versuche das alles was mich bewegt nun in ein paar Zeilen und Worte zu fassen. Das Übel über das ich in meiner eigenen Persönlichkeit gestolpert bin. Es ist ein Übel dass mich und viele andere Personen dazu bringt, sich zu schämen, sich heimlich Zuhause in eine dunkle Ecke zu verdrücken und sich selbst dafür zu hassen.

Wir leben in Stadtteilen, Städten und Gemeinden, in Gemeinschaften in denen wir dem Druck unterliegen immer perfekt sein zu müssen. Perfekt glücklich, perfekt funktionierend, perfekt erscheinend und perfekt aussehend. „Perfekt“ ist etwas ganz anderes als „Perfektionismus“. Die folgenden Beispiele von „Perfektion“ sind alles Beispiele aus dem realen Leben. Beispiele die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe, von Freunden vernommen oder aus diversen Quellen bezogen habe. Wenn Du dich beim Durchlesen selbst ertappst oder emotional berührt wirst, dann wirst du wahrscheinlich die gleichen Emotionen erleben wie ich, als ich über diesen Text nachgedacht habe und ihn schrieb. Wenn du allerdings überhaupt nicht berührt wirst, trägst Du vielleicht sogar schon ein bisschen zu viel dieser „Perfektion“ mit Dir herum und bist entsprechend infiziert.

„Perfektion“ ist eine Ehefrau die sich ein einer Ehe mit einem faulen, böser, abstoßender Mann gefangen ist aber beim Training den anderen Ehefrauen erzählt wie wundervoll er doch ist.

„Perfektion“ hindert die Menschen die Wahrheit zu sagen, die Wahrheit zu erkennen, auch für sie selbst. Er hat mich eine Schlampe genannt als wir diese Woche in der Stadt waren und mich ein Kerl angelächelt hat. Als ich zu weinen begann, sagte er dass ein Spiel kommt dass er nun schauen möchte. Ich liebe ihn sooo sehr!

„Perfektion“ ist ein Mann der nicht beachtet, der herabgewürdigt und von seiner Frau betrogen wird. Der aber seine Ehe in einem wundervollen Glanz erscheinen lässt. Bei den Kollegen! In der Kaffeeküche! Jungs, was müsstet ihr Lachen. Sie hat gesagt dass ich ein totaler Versager in meinem Job bin und dass ich nie etwas erreichen werde. Dann deutete sie an dass ich ein fettes, verrottetes Stück Scheisse bin! Ist sie nicht die Beste?

„Perfektion“ ist eine Tochter mit einer Essstörung die sie Jahrelang verheimlich und versteckt hat um vor ihrer Familie und Freunden nicht unperfekt zu erscheinen. Sie würde alles dafür geben es mal auszusprechen aber sie kann es nicht, denn perfekte Menschen würden sie ebenso hassen wie sie sich selbst dafür hasst.

„Perfektion“ ist wenn ein Sohn eine verbotene Sucht hat und sich selbst dafür verachtet.

„Perfektion“ lässt uns glauben dass niemand jemals verstehen könnte wie es ist schwach zu sein, Beute des Drucks dieser Welt zu sein.

„Perfektion“ ist ein Mann der sich selbst verabscheut und sich als unerwünscht und unattraktiv gegenüber anderen Männern fühlt.

„Perfektion“ ist das Pärchen das in Rechnungen ersäuft aber dem Trip oder der Reise mit den Freunden zustimmt weil die Worte „Wir haben nicht das Geld“ unmögliche Worte sind die nicht und niemals über ihre Lippen kommen werden.

„Perfektion“ ist die Mutter die sich selbst dafür hasst weil jede andere Mutter um sie herum so perfekt erscheint. Perfekte Mutter, perfekte Ehefrau und perfekte Nachbarin. Ich würde gerne so sein wie Frau Schmidt. Heute ist sie 30 Kilometer gelaufen, hat 6 komplette Mahlzeiten gekocht, hat sich für jedes ihrer Kinder 2,5 Stunden Zeit genommen, hat gemeinsam mit ihrem Mann das frühkindliche Kinderturnen geleitet und hatte noch die Zeit abends zu dieser Charity-Veranstaltung zugunsten eines guten Zwecks zu gehen. Was diese Mutter aber nicht weiß, dass Frau Schmidt auch oft weint weil dieser Druck perfekt zu sein einfach nicht nachlässt.

„Perfektion“ ist der Vater der sich hasst weil er seinen Kids nicht das geben kann, was andere Väter ihren Kindern. Und dann hasst er sich noch mehr weil er hinter verschlossenen Türen seine Selbstverachtung an seinen Kindern auslässt. Weißt Du was das Beste gewesen wäre? Wenn du nie geboren worden wärst. Weißt du eigentlich wie wenig Geld ich nun habe? Komm, gib mir eine Umarmung. Ich kann dich dazu zwingen kann mir Bestätigung zu geben.

„Perfektion“ ist das Kind das sich hasst weil die Jungs aus der Schule sagen es sei fett und dann nach Hause geht um den Eltern zu erzählen dass die Schule gut war. Die Eltern fragen nicht warum es keine Freunde hat, weil sie sich keine Gedanken darüber machen wollen, dass bei ihrem Kind irgendetwas nicht „perfekt“ sein könnte.

„Perfektion“ ist der Mann der sich wie ein kleines Lichtlein fühlt, weil der Nachbar mit dem neuen Auto aus der Garage fährt.

„Perfektion“ ist eine Frau die so überlastet ist dass sie täglich über Selbstmord nachdenkt. „Perfektion“ lässt sie darüber nachdenken was die Leute dann denken. Wie kann ich meinen Selbstmord wie einen Unfall aussehen lassen? Wenn ich mich selbst umbringe dann will ich dass niemand erfährt dass ich jemals irgendwelche Probleme hatte. Sie wird niemals darüber nachdenken warum sie es tun möchte, denn eine mögliche Heilung bedeutet dass sie ihr unperfektheit einräumen uns gestehen müsste.

„Perfektion“ ist der Mann der überall als perfekt angekündigt und bezeichnet wird aber insgeheim schreit er danach als der fehlerhafte Mensch gesehen zu werden, der er eigentlich immer war. Nicht mehr länger der „Perfekte“ zu sein, das wäre wirklich eine Befreiung.

„Perfektion“ ist die Frau die eine Affäre hat weil sie zu viel Angst vor der Konfrontation mit den Wünschen und Sehnsüchten in ihrer Beziehung hat.

„Perfektion“ ist das junge Mädchen das hunderte von Pillen schluckt als sie erfährt dass sie schwanger ist. Ein uneheliches Kind. Ihre Scham war viel zu groß. Sie wollte einfach nur eine Fehlgeburt herbeileiten. 24 Stunden später schließt sie die Augen und öffnet sie nie wieder. Sie ist gestorben weil sie durch die „Perfektion“ um sie herum infiziert war. Wir wollen lieber dass du stirbst als Schande und Scham über uns und die Familie zu bringen. Dankeschön dass du darauf Rücksicht nimmst, Liebste. Ja, wir haben alles richtig gemacht und nun sind wir die armen Opfer dieser Tragödie. Das müssen wir. Wir müssen und können nicht weniger als Perfekt zu erscheinen.

„Perfektion“ sind all die Menschen die sich schämen. Schämen für Ihre finanzielle Lage weil sie eine Zeit in ihrem Leben hatten, in der sie sorglos und unachtsam mit ihren finanziellen Mitteln umgegangen waren. Heute ist die Schufa ein Makel, dass diese Menschen behaftet.

Ich könnte weiter machen. Das sind nur wenige Beispiele dieser Krankheit die wir „Perfektion“ nennen. Jeder von uns hat Brüder, Schwestern, Mütter, Väter, Familienmitglieder, Nachbarn, Freunde und Kinder die betroffen sind, aber keiner von uns weiß es wirklich. „Perfektion“ ist dieses versteckte Monster mit einem unheimlich hübschen Gesicht. Und die Chancen dafür stehen gut, dass du bis zu einem gewissen Grad infiziert bist. Das Gute ist aber, dass es Heilung gibt.

Sei einfach Real.

Erkenne an dass du manchmal schwach bist. Weil einfach jeder mal schwach ist. Erkenne an dass Deine Figur nicht perfekt ist, weil einfach kein Körper perfekt ist. Erkenne an dass du bestimmte Dinge nicht kontrollieren kannst. Wir alle haben eine Liste der Dinge die wir nicht kontrollieren können.

Wach auf:

  • Du bist nicht der einzige Mensch, der sich manchmal wertlos fühlt.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der nicht genügend Geld für einen bestimmten Lifestyle hat.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der Zweifel und Fragen an seiner Religion hat.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der manchmal Dinge zu anderen Personen sagt, die schmerzen.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der sich in seiner Ehe gefangen fühlt.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der ab und zu mal einen Durchhänger hat, sich hasst und nicht weiß warum eigentlich.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der seine sexuelle Orientierung hinterfragt.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der seinen Körper nicht mag.
  • Du bist nicht der einzige Mensch, der sich in Sachen Ernährung nicht unter Kontrolle hat.
  • Dein Mann ist nicht der einzige, der sich seine sexuelle Befriedigung durch das Internet holt, statt bei Dir.
  • Deine Frau ist nicht die einzige Frau, die Rachsüchtig und bösartig ist und dich dazu bringt dich selbst anzuzweifeln und zu hassen.

Warum kann nicht jemand, irgendjemand diesem wundervollen, schwangeren Mädchen sagen dass nichts im Leben so bedeutend ist keine Fehler machen zu dürfen. Vielleicht wäre das Mädchen noch am Leben. Vielleicht würde das kleine Kind nun gerade anfangen zu laufen oder gar das erste mal „Mama“ sagen. Vielleicht hätte sie die Möglichkeit gehabt, selbst zu entscheiden ob sie das Baby möchte oder nicht, auf einem Weg der sie nicht getötet hätte. Vielleicht!

Steh zu Deinen Schwächen und du wirst sogar das Ein oder Andere Leben ändern können. Sei ehrlich mit dem was du momentan bist, andere um dich herum werden auch sie selbst sein. Wenn Du es schaffst ehrlich mit dir selbst und mit anderen zu sein, kommen vielleicht ein paar Menschen zu Dir und fragen dich ob sie einfach „nur mal reden“ können. Die Menschen haben ein Bedürfnis zu reden. Einige dieser „perfekten“ Menschen werden Dir über ihre innerlichen Kämpfe erzählen. Einige dieser „perfekten“ Menschen um dich herum werden in Tränen ausbrechen und dir erzählen wie scheisse schwierig ihr Leben ist. Du wirst feststellen dass einige „perfekte“ Menschen um dich herum einfach nur Menschen sind, die sich nur danach sehnen mit anderen Menschen darüber zu reden.

Du wirst sie dafür lieben und du wirst dich selbst dafür noch vielmehr lieben.

Vergiss nicht das Sprichwort: “Ich ging raus um einen Freund zu finden aber ich fand keinen einzigen. Ich ging raus um ein Freund zu sein und ich fand Freunde überall.“

Jemand der ein Freund ist, verbreitet keine „Perfektion“. Ein Freund ist Real. Nur dann und erst dann, kann man gemeinsam wachsen.

Ich bin nicht perfekt und ich möchte es auch gar nicht sein. Hier ist meine Dosis Realismus:

Ich habe als junger Kerl unbeschwert und nicht den Blick auf morgen gerichtet, so dass ich heute noch finanziell angeschlagen bin und trotz gutem und gutbezahltem Job ständig darüber nachdenke wie ich diesen Berg am besten abtrage. Sie belasten heute mein Leben und meinen Alltag.

Ich war nicht immer gerecht zu der Mutter meiner Kinder. Ich habe böse Dinge gesagt und war öfter desinteressiert. Manchmal fehlte mir die notwendige Sensibilität.

Ich weine manchmal wenn ich über die Zukunft meiner Tochter nachdenke. Ja, in der Beziehung bin ich Schwach.

Ich verurteilte Menschen recht häufig und hart. Und manchmal hasste ich mich dafür, konnte es aber nicht zugeben und mich entschuldigen.

Manchmal bin ich betrübt. Manchmal nicht lustig drauf. Manchmal möchte ich einfach nur alleine sein. Manchmal möchte ich gar nicht da raus, nur weil mich die „Perfektion“ dort draußen ankotzt. Manchmal würde ich gerne einem „Perfekten“ Menschen einen dermaßen Roundhouse-Kick a la Chuck Norris verpassen, dass er durch die Lüfte fliegt.

„Perfektion“ infiziert jede Ecke der Gesellschaft. Es infiziert unsere Schulen. Es infiziert unsere Nachbarschaft und unsere Arbeitsplätze. Ich will damit nicht sagen dass dort nur wenige glücklichen und neugierigen Menschen sind. Ich bin einer von Ihnen. Oft. Es gibt nichts Schöneres als eine Person, die glücklich und zufrieden mit sich selbst ist und an was sie glaubt.

Das soll nun kein Versuch sein andere Menschen ihre Art glücklich zu sein abzusprechen oder schlecht zu reden.

Es ist nur ein kläglicher Versuch den Blick auf das zu wenden, was man tagtäglich sieht. Dem man jeden Tag begegnet und das Gefühl hat, dass es nur wenige Menschen Notiz davon nehmen.

Es bin nur ich, der die Zeilen an einem bescheidenen, kleinen Ort schreibt und Menschen dort draußen bewegen möchte zu einem Menschen zu gehen, den Arm um ihn zu legen und einfach nur „echt“ zu sein.

Eigentlich wünsche ich mir nur dass die Menschen realisieren wie wunderbar sie sind, mit all ihren Fehlern, Ecken, Macken und Kanten. Manchmal bin ich traurig und verzweifelt über ist über den ganzen Egoismus und Machtgehabe, dem Geheuchle und über die Unmenschlichkeit die vorherrscht. Manchmal wünsche ich mir als ebenfalls unperfekter Mann, dass andere sich ein bisschen perfekter fühlen in dem ich sie bitte ein bisschen weniger „perfekt“ zu sein.

Willst Du mir helfen diese Message und das „Echt sein“ zu teilen? Erzähl uns einfach wie unperfekt Du selbst bist. Du weißt nie ob morgen jemand anderes noch am Leben sein wird, weil Du heute echt warst. Du weißt nicht ob sich jemand in deiner Message wieder findet und dadurch neuen Mut erhält. Du weißt nicht wer sich momentan alleine und im Stich gelassen fühlt, mit seinen Sorgen, Nöten und Ängsten, nicht perfekt zu sein. Selbst wenn du als anonymer Gast kommentieren willst, bitte kommentiere. Sag uns mit was du zu kämpfen hast. Erzähl uns etwas Trauriges oder ein dunkles Geheimnis. Sei verwundbar! Sei echt! Schauen wir mal ob wir 100 Menschen dazu bringen, der Welt zu zeigen dass uns nicht die Perfektion als Mensch definiert.

Und wenn du möchtest, teile diesen Beitrag. Wenn Du möchtest dass dir echte Menschen begegnen, musst du selbst anfangen echt und real zu sein.

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Eines Vorweg: Ich bin sicherlich keine typische Schwabennatur was Geiz betrifft aber dass wir Eintritt bezahlen um zu konusmieren und Geld auszugeben, finde ich dennoch sehr befremdlich und stimmt mich immer noch nachdenklich.

Nichtsdestotrotz habe ich am Wochenende den 1. Sweet & Tasty Markt in Böblingen besucht.

Nach dem Eintritt, den ich bereits oben erwähnt habe, erschloss sich auf dem Gelände Stand um Stand mit allerlei Leckereien und Köstlichkeiten.

Angefangen von frittierten Süßigkeiten, über selbstgemachtem Eis, Shakes, Tees, Burgern, …. Es war definitiv für jeden Geschmack etwas dabei.

Ab hier lasse ich einfach mal Bilder sprechen. Viel Spaß beim anschauen 🙂

Eltern, Stroch, Kinder, behindert, Kind

Liebe Mama, Lieber Papa,

aus eigener Erfahrung weiß ich, welche Gefühlswelt du durchlebst und wie wirr Deine Gedanken sind! Du hast kürzlich eine Diagnose in Bezug auf Dein Kind erhalten. Ich habe eben diese Gefühle und Emotionen auch durchlebt. Es überwältigt dich, Du versuchst zu verstehen und du fragst dich selbst nach dem warum.
Das erste Mal wenn du die Worte des Arztes hörst, stehst Du vor einem Scherbenhaufen. Dann kommt der Kummer: Kummer darüber was du für das Leben deines Kindes geplant hast. Kummer über die ungewisse Zukunft. Du weinst vermutlich. Öfter sogar als dir lieb ist und du weinst heimlich. Heimlich! Du möchtest nicht dass irgendjemand sieht wie ge- und betroffen du bist.

Dein Arzt sagt Dinge wie dass es vielleicht nicht laufen können wird, dass Dein Kind Therapien benötigt, es wird vielleicht nie Selbständig sein und leben, vielleicht nie richtig sprechen …. Auch ich war in diesen Gesprächen; ich habe sie alle gehört, jedes einzelne Wort. Ich habe mich dafür geschämt mich schlecht zu fühlen und ich hatte Angst dass kein Mensch auf dieser Welt meine Gefühle verstehen würde. Ich schaute damals auf meine Tochter und dachte darüber nach was ihr das Leben bringen wird und wie sie leben wird. Wer wird sich um sie kümmern wenn ich nicht mehr da bin? Wird diese Gesellschaft sie jemals akzeptieren? Wird meine Tochter irgendwann mal heiraten? Kinder bekommen?

Ich habe mich gefragt ob ich das alles schaffe. Ich habe mich tatsächlich gefragt ob ich die Kraft für sie besitze. Habe ich die Power, die Geduld, den Feinsinn?
Es kommt der Punkt, da erzählst du den Personen in deinem näheren Umfeld was mit Deinem Kind ist. Warum Du so distanziert bist, warum Du Dein Baby noch nicht jedem vorgestellt hast, warum Du nicht mehr so oft da bist. Sie wissen vielleicht nicht dass Du von Termin zu Termin rennst oder noch immer im Krankenhaus bist, die klitzekleinen Hände hältst und betest dass die Dinge sich bessern. du informierst Dich und es bricht eine völlig neue Welt über dich hinein! Du nimmst unverständliche Fachausdrücke wahr und wirst mit Dingen wie Behindertenausweis, Pflegestufen etc. konfrontiert. Du setzt dich mit Behörden und Krankenkassen auseinander. Du bemühst Dich um Termine und Therapien und zwischendurch versuchst du irgendwie eine Pause zu bekommen. Aber während du versuchst zu schlafen denkst Du bereits an Morgen und was Du alles für Dein Kind tun kannst. Mache ich wirklich genug?

Die Wahrheit ist, niemand kann wirklich verstehen was Du fühlst. Niemand kann es verstehen, der nicht selbst mit seinem „besonderen“ Kind diesen Weg geht. Die Menschen können es sich vielleicht vorstellen aber die wenigsten können es wirklich, ehrlich und in vollem Umfang nachvollziehen. Sie sehen nicht wie hart es sein kann dein Kind auf seiner Reise zu begleiten, zu erziehen und für seine Rechte und Akzeptanz zu kämpfen. Wie hart es ist den Kopf dabei oben zu behalten!

Damit bist du nicht alleine – dort war ich auch!

Aber ich verspreche Dir eines: Auf stürmische und schlechte Tage folgen meist Tage voller Sonne und Hoffnung.

Woher ich das weiß?

Die Zeit hat es mir gezeigt. Die Erfahrung hat es mich gelehrt! Den Weg den du beginnst zu gehen, bin ich schon ein paar Meter beschritten. Es wird deine neue Normalität.

Neben all der Sorgen wirst Du auch eine Menge Freude und Akzeptanz erfahren. Die kleinsten Fortschritte sind wie kleine Siege. Niemand kann die Intensität dieser Gefühle nachvollziehen und niemand wird sie dir nehmen. Du bist stolz jedes kleine Ziel auf Deiner Reise und du willst deine Freude mit der Welt da draußen teilen.
Deine (neuen) Bekanntschaften werden verstehen warum du in der letzten Minute abgesagt hast, okay, sie werden versuchen es zu verstehen! Aber das wird erst passieren wenn Du bereit bist darüber zu reden. Du wirst Unterstützung erfahren. Mit anderen, betroffenen, Familien zu sprechen und meine Geschichte mit ihnen zu teilen, hat mir unendlich viel geholfen, das war meine kleine Therapie!

Mit der Zeit wirst du all diese furchtbaren Gefühle vergessen, die du einst gefühlt hast. Du fühlst Liebe, Liebe zu deinem Kind und du wirst die Stärke und Power für diese aufregende Reise finden. Du wirst das kleine Wunder erkennen, dass dein Kind so heranwächst wie es sein soll, es ist und bleibt Dein Kind! Ein Wunder und ein wundervolles Geschöpf! Du wirst stolz sein! Du wirst lachen aber du wirst auch weinen. Tränen der Hoffnung und Tränen der Unsicherheit! Es wird Tage geben da wirst du Dein Kind mit anderen vergleichen, diese Momente werden kommen! Du weißt dass man es nicht sollte, aber hey – es ist Okay! Mir passiert das heute noch ab und zu! Aber für mich ist es die Motivation weiter zu machen wenn ich die Entwicklung betrachte und auf mich wirken lasse!

Die Sonne wird deinen weg öfter kreuzen als Du momentan denkst. Und ich hoffe es werden wolkenlose, sonnige und klare Tage.

Lass Dir keine Angst vor dem großen Unbekannten einjagen.
Das große Unbekannte hält eine Menge magischer Momente für dich und euch bereit!

Liebe Grüße von irgendeinem Elternteil eines „besonderen“ Kindes!

Wie die meisten ja mitbekommen haben, gab es ja auf der Strecke zwischen Australien und China einige kleine Verzögerungen. Nachdem etwa 3 Monate ins Land gezogen waren, tauchte das kleine Büchlein letzten Endes in Peking auf.

Von dort aus ging es weiter nach Los Angeles zu Oliver, der wiederum es weiter nach Ottawa in Kanada zu Marion gesendet hat, wo es sich momentan aufhält.

Die Reise geht also weiter und wir haben mittlerweile die 10. Station der kleinen, aufregenden Weltreise geschafft.

  1. Leonberg / Germany (Abgangsort)
  2. Berlin / Germany
  3. Andalusien / Spain
  4. Aarau / CH
  5. Netherlands
  6. Frankfurt / Germany
  7. Sydney / Australia
  8. Bejing (Peking) / China
  9. Los Angeles / USA
  10. Ottawa / Canada

Auch in der Facebook-Gruppe zum Büchlein tut sich einiges und ich werde die nächsten Tage die eingesendeten Bilder wieder auf unserem kleinen Blog einbinden.

Die Hintergründe, die aktuelle Karte und die bisherige Reise könnt ihr auf dieser Seite nachlesen oder einfach oben im Menü auf „Freundschaftsbuch auf Reisen“ klicken

Roadtrip mit Kids

(Dieser Text ist im überwiegenden ironisch du sarkastisch gehalten. Sensiblen-, Super- oder Übereltern wird nicht empfohlen, diesen Text zu lesen! Das hier Geschriebene soll eine humorvolle und übertriebene Darstellung einer Alltagssituation schildern! Ich liebe meine Kinder!)

Vor etwa 3 Jahren hatte ich die äußerst glorreiche Idee mit den Kindern nach Köln zu fahren. Von uns aus sind es etwa 3,5 Stunden bis Köln. Das heißt insgesamt etwa 7 Stunden Autofahrt. Mögliche Staus außer Acht gelassen. Was mich erwartete war ein 7 Stündiger Trip durch die Hölle. 7 STUNDEN – in einem Auto – Mit den Kindern. Eigentlich hätte alleine schon der Gedanke daran mich daran hindern sollen und müssen, denn schon nach einer Stunde Autofahrt wird man völlig verrückt. Ich denke, die meisten Eltern schütteln gerade heftig zustimmend und mit einem Schmunzeln im Gesicht, den Kopf. Alles in allem ist es der pure Wahnsinn. Es gibt viele Gründe warum so ein Trip nur etwas für hartgesottene ist, ich habe mir mal die Mühe gemacht nur ein paar Punkte zu nennen.

Du hast wohl niemals damit gerechnet, mal Dein Kind bzw. deine Kinder alleine zu erziehen. Nun ist es also so doch so weit gekommen, warum auch immer!

Mach dir keine Sorgen! Es wird eine wilde Fahrt aber wenn Du in der Lage bist das Schiff so einigermaßen durch die wilden Gewässer zu navigieren, dann erwartet dich eine Zeit voller Freude, Action und einer Menge Spaß. Von Selbsterkenntnis und der wahnsinnigen Bindung die zwischen Dir und deinen Kindern entsteht, mal ganz zu schweigen.

Du bist nicht alleine.
Hast Du gewusst dass 2013 rund 14 % aller Alleinerziehenden Männer waren? Gut, das ist nicht viel aber wenn man sich die Zahl von ca. 385.000 (Quelle: de.statista.com) auf der Zunge zergehen lässt, dann ist das schon eine ganze Menge. Das Problem ist meist nur, dass man nicht auf Anhieb vermutet oder erkennt dass wir Alleinerziehend sind. Ziemlich wenige Menschen haben alleinerziehende Väter auf dem Zettel!

Bauarbeiten. Sorry.

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Ich weiß: hier war es länger sehr still. Ich habe die Hoffnung, dass ich das nun wieder ändern kann.

Persönliche Gründe haben alle Pläne geändert. Das ist das Leben, oder?
‚Alleinerziehend‘ wird zukünftig wohl nicht mehr das hauptsächliche Thema hier sein, auch wenn es natürlich weiterhin Bestandteil bleiben sollen.

Deswegen möchte ich auch alles noch einmal überarbeiten. Wie genau steht noch nicht fest. Fest steht nur: Hier soll es noch weitergehen.